Infotainment

Der Unterschied zwischen veganem Wachs und Bienenwachs

Bienenwachs ist – speziell im Naturkosmetikbereich – sehr beliebt. Nicht nur, weil es für eine gute Konsistenz sorgt, sondern auch, weil es Feuchtigkeit spendet, deine Haut schützt und sie Dank Wachs schön geschmeidig bleibt. Doch, trotz all dieser positiven Eigenschaften: Bienenwachs ist und bleibt ein tierisches Produkt. Eine Tatsache, die vor allem für Veganerinnen und Veganer von großer Relevanz ist. Denn, wer vollständig auf tierische Inhaltsstoffe verzichten möchte, geht auch bei der Wahl seiner Kosmetikprodukte keine Kompromisse ein.

Wozu ist Wachs überhaupt gut?

Kaum ein kosmetisches Produkt kommt ohne Wachse aus. Der Grund: Wachs ist ein hervorragender Konsistenzgeber. Dank des Wachses erhalten Cremes oder Lotionen eine höhere Viskosität und lassen sich dadurch besser auftragen. Das gilt insbesondere für Cremes, Salben, Pasten, Lotionen, Lippenpflegeprodukte sowie für Mascaras. Darüber hinaus hat Wachs aber auch viele pflegende und schützende Eigenschaften:

  • Es spendet Feuchtigkeit.
  • Es bildet einen Schutzfilm auf deiner Haut und bewahrt sie dadurch vor schädlichen Umwelteinflüssen.
  • Es erhöht die Elastizität deiner Haut.
  • Es hält deine Haut weich und geschmeidig.
Bienenwachs – Es geht auch ohne   

Bienenwachs wird von den Honigbienen ausgeschieden und dient den Bienen zum Wabenbau. In den Honigwaben wird nicht nur der Honig, sondern auch der Nachwuchs eingelagert. Das bedeutet, das Wachs ist für die Bienen lebenswichtig und daher von größter Bedeutung. Um Bienenwachs zu gewinnen, wird die Wabe ausgeschleudert, das Wachs eingeschmolzen und entsprechend weiterverarbeitet. Bienenwachs ist also nicht nur ein tierisches Produkt, sondern auch ein Produkt, das für den Fortbestand der Bienen wichtig ist. Kosmetisches Bienenwachs kommt in der Regel aus China.

Wer daher auf Bienenwachs verzichten möchte, sollte zu Naturkosmetikprodukten greifen, die Wachse auf rein pflanzlicher Basis enthalten. Diese stehen dem Bienenwachs in Sachen Pflege und Schutz in nichts nach. Ganz im Gegenteil: Da sie ursprünglich die Funktion haben, die Pflanze vor Hitze, UV-Einstrahlung und Austrocknung zu bewahren, verfügen sie über viele positive Eigenschaften, die auch deiner Haut zu Gute kommen. Außerdem sind sie – im Gegensatz zum klassischen Bienenwachs – geruchsneutral.

Wer daher auf Bienenwachs verzichten möchte, sollte zu Naturkosmetikprodukten greifen, die Wachse auf rein pflanzlicher Basis enthalten.
Die besten pflanzlichen Alternativen

Zu den gängigsten veganen Wachsen zählen unter anderem Beerenwachs, Sonnenblumenwachs sowie Reiswachs. Sie alle sind rein pflanzlichen Ursprungs und eignen sich hervorragend für kosmetische Anwendungen. Zudem sind sie auch für Allergiker geeignet, da sie sehr hautfreundlich sind und kaum Geruchsstoffe enthalten.

Beerenwachs:
Beerenwachs (Rhus Verniciflua Peel Cera) wird aus den Früchten des Lackbaums gewonnen. Das Wachs ist ein Gemisch aus Pflanzenfett und freien Fettsäuren, welches aus den Schalen der Beeren gepresst oder extrahiert wird. Das Besondere an Beerenwachs ist, dass es ein rein natürliches Wachs ist, welches die Haltbarkeit von Inhaltstoffen in kosmetischen Produkten verbessert. Darüber hinaus hat es die Eigenschaften die Haut glatt und geschmeidig zu machen, welches auf seinem rückfettenden Effekt basiert.

Candelillawachs:
Besonders bekannt ist das Candelillawachs (Euphorbia Cerifera Cera). Es wird aus den Blättern und Ästen des Candelilla-Busches gewonnen, der vornehmlich in Nord-Mexiko sowie im Südwesten der USA wächst. Die Triebe des Busches werden abgeschnitten, erhitzt und das daraus gewonne Wachs abgeschöpft. Candelillawachs verfügt über einen hohen Schmelzpunkt und ist im kalten Zustand sehr fest. Hinzu kommt, dass es sich auf der Haut angenehm anfühlt, nicht klebt und sich sehr gut mit anderen Ölen binden lässt. Es kommt nicht nur in Hautpflegeprodukten oder dekorativer Kosmetik zum Einsatz, sondern wird auch gerne für Haarpflegeprodukte verwendet, da es den Haaren Glanz verleiht und sie kämmbarer macht.

Carnaubawachs:
Das Carnaubawachs (Copernicia Cerifera Cera) stammt aus den Blättern der Carnaubapalme, die auch als Wachspalme bezeichnet wird. Sie hat ihren Ursprung in Brasilien, wird bis zu 15 Metern hoch und besteht aus fächerförmigen Blättern. Die Wachsschicht, die die Blätter bedeckt, wird nach dem Trocknen der Blätter abgelöst und anschließend eingeschmolzen. Das Carnaubawachs zählt zu den härtesten aller pflanzlichen Wachse und verfügt über einen sehr hohen Siedepunkt. Aufgrund dieser Eigenschaft wird es bevorzugt für Lippen- und Kajalstifte sowie für Mascara verwendet. Aber auch in Haut- und Haarpflegeprodukten kommt es zum Einsatz.

Myrica Fruchtwachs:
Das Wachs des Wachsbeerenstrauchs (Myrica Cerifera), ist wie das Wachs des Lackbaums ebenso als Beerenwachs bekannt. Die Beeren werden geerntet, gekocht, das Rohwachs wird abgeschöpft, filtriert und anschließend weiterverarbeitet. Die Besonderheit: Das Myrica Fruchtwachs ist deutlich weicher als Carnauba- oder Candelillawachs. Aufgrund seiner gelartigen Konsistenz ist es deutlich leichter und weniger filmbildender auf der Haut, als zum Beispiel das Bienenwachs. Wenn eine festere Konsistenz erforderlich ist, wie beispielsweise bei Lippenstiften, kommt es häufig in Kombination mit anderen pflanzlichen Wachsen zum Einsatz.  Ebenso findet es in Haut- und Haarpflegeprodukten Anwendung.

Reiswachs:
Reiswachs (Oryza Sativa Bran Wax) ist ein pflanzliches Naturwachs, welches während der Herstellung von Reisöl entsteht. Es zeichnet sich durch seine leicht gelbliche Farbe und leicht kristalline Substanz aus, wird aufgrund seines Fettgehalts hauptsächlich für kosmetische Zwecke verwendet und meistens verseift. Durch seinen hohen Fettgehalt, seine enthaltenen Enzyme und dem Vitamin B Gehalt ist das Wachs besonders pflegend und feuchtigkeitsbinden. Diese Eigenschaften machen es zu einer perfekten Komponente für Seifen und Cremes.

Rosenblütenwachs:
Rosenblütenwachs (Rosa Damascena Flower Cera) wird aus den Blüten der Damaszener Rose, welche ursprünglich aus Kleinasien stammt, gewonnen. Das Wachs bildet auf den Blütenblättern eine hoch dünne Wachsschicht, welche die Rose vor trockenem Klima schützt. Neben seinem sanften blumigen Duft, der auch grüne Noten enthält, besitzt Rosenwachs auch sehr gute Pflege- und Schutzeigenschaften für die Haut. Außerdem spendet Rosenwachs einen feinen schimmernden Glanz.

Sonnenblumenkernwachs:
Sonnenblumenkernwachs (Helianthus Annuus Seed Cera) gehört zu den innovativen Wachsen, gilt als bekannteste Alternative zu Bienenwachsen. Sonnenblumenwachs wird aus dem Öl der Sonnenblume gewonnen, welche ursprünglich aus Nordamerika stammt, aber heute im großen Stil in Europa angebaut wird. Dieser Umstand macht das Sonnenblumenwachs für uns zu einer besonders nachhaltigen Alternative. Sonnenblumenwachs besitzt ein hervorragendes Ölbindevermögen, weshalb es auf der Haut einen angenehm schützenden Film bildet. Mikrofeine Sonnenblumenwachs-Partikel bilden Synergien mit Keratin. Ein natürlicher Regenrationseffekt wird in Gang gesetzt, wodurch Haut und Haare gepflegt werden.


Fazit: Wachs ist Wachs.

Bienenwachs hat viele tolle Eigenschaften, die sich positiv auf Haut und Haare auswirken können. Wer jedoch vollständig auf tierische Produkte verzichten möchte, findet in pflanzlichen Wachsen sehr gute Alternativen, die in puncto Pflege, Schutz und Konsistenz dem Bienenwachs in nichts nachstehen. In unserer STUDIO BOTANIC HANDCREME und AUFBAUSALBE setzen wir ausschließlich veganes Wachs ein. Letztlich ist es also „nur“ eine ethische Frage, ob du lieber zu Produkten mit Bienenwachs oder mit veganen Wachsen greifst.

Veganes Wax Illustration - STUDIO BOTANIC Naturkosmetik